Urlaub auf Jeju

Urlaub auf Jeju

Südlich vom koreanischen Festland liegt eine Insel, in der Mitte der Insel ein seit ca. 300 tausend Jahren alter Vulkan, welcher seit ca. 5000 Jahren schläft.  Jeju, der Name der Insel, ist ein beliebtes Reiseziel für Asiaten und Touristen aus der ganzen Welt. Sie ist die größte koreanische Insel und behaust auf 1800km2 ca. 600 tausend Menschen.

Da ich meinen Geburtstag dieses Jahr so oder so anders verbringen musste, als ich es normalerweise mache, habe ich zusammen mit meiner Freundin einen Flug von Seoul nach Jeju und für 5 Tage 5 verschiedene Hotels gebucht.

Am 31. Mai sind wir in eine Boeing 737-800 der Airline „Jeju Air“ gestiegen, welche uns innerhalb von 50 Minuten auf die Insel brachte.

Jeju Air fliegt gefühlt stündlich von Seoul (Gimpo) nach Jeju und könnte von der Qualität wie eine etwas bessere Version von Ryan Air beschrieben werden. 

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Auf Jeju angekommen sind wir mit einem Taxi 10 Minuten zu unserem ersten Hotel gefahren. Es war ein normales 3 Sterne Hotel mit Meerblick.

Nachdem wir die Koffer ausgepackt und das Hotelzimmer begutachtet haben, machten wir uns auf den Weg die Stadt „Jeju-Si“ zu erkunden. Als Erstes musste natürlich etwas zu essen her. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr genau was wir gegessen haben, aber es war viel Fleisch mit unglaublich leckeren Beilagen! Danach sind wir in einen kleinen Park gegangen, in dem früher wohl mal ein Wasserfall gewesen ist. Vielleicht ist er heute auch noch da, jedoch konnten wir ihn nicht finden. Ich war sehr fasziniert von der dunklen Farbe der Steine, welche sich auf der ganzen Insel finden konnten. Vulkanstein. 

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Auf dem Rückweg noch schnell ein paar Süßigkeiten und deutsches Bier gekauft, schließlich war es der Tag vor meinem Geburtstag. Kurz vor dem Hotel gab es noch eine große Strandpromenade, auf der ein junger Koreaner mit einem kleinen Schlagzeug und Verstärker saß. Er begleitete Lieder von unter anderen „Maroon 5“ oder „The Weeknd“ mit sehr interessanten Beats. Viele alte Koreaner saßen auf der Promenade und hörten ihm zu, klatschen (mehr oder weniger) im Takt und tanzten. Ein alter Mann hat mich sogar dazu gebracht mit ihnen zu tanzen. Den Punkt: mit einem alten Mann „Gangnam Style“ tanzen, kann ich jetzt also von meiner „To-Do“ Liste streichen. (Nein es gibt keine Videos davon!)

 

Am nächsten Tag führen wir ein Stück weiter nach Osten. Wie genau diese kleine Stadt hieß in der wir am 1. Juni waren habe ich schon wieder vergessen, aber von unserem Hotelzimmer hatte man einen wunderschönen Blick auf das UNESCO Naturerbe „Seongsan“. Eine ca. 180 m hohe Landerhebung, welche vor tausenden von Jahren aus einer Reaktion zwischen Magma und Wasser entstanden ist.

Wir wollten eigentlich am 2. Juni in den „Krater“ hinaufsteigen, jedoch war es so heiß, dass wir (ich) bereits auf dem Weg dort hin fast gestorben wären. Ich habe es auch geschafft mir dabei einen mega Sonnenbrand im Nacken, auf den Unterarmen und Unterschenkeln zu holen. 

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Nachdem wir entschieden haben, nicht auf den Berg zu steigen, haben wir unsere Koffer geholt und sind zum dritten Hotel gefahren. Auf der Südseite von Jeju, in der zweitgrößten Stadt der Insel: Seogwipo.

Dort haben wir ein weiteres Mal viel Natur bewundern können. Wasserfälle, viele kleine Inseln und viele verschiedene Pflanzen. Da Jeju eine Vulkaninsel ist, waren Sandstrände eher selten. Bereits am 1. Juni haben wir auf der Nordseite von Jeju einen Strand besucht. Leider hatte ich meine Badehose vergessen und konnte so nicht viel weiter als ein paar Schritte ins Wasser. 

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Allerdings wollte ich gerne schwimmen gehen, aber die meisten Hotels hatten keinen Pool oder wollten 10 Tausend Won dafür haben, weswegen meine Freundin ein super schönes Naturschwimmbecken gefunden hat. Der Weg dort hin war zwar sehr schmerzhaft, da es keine Fußwege hab und man über spitze Steine klettern musste. Doch das hat sich im Endeffekt sehr gelohnt!

Eigentlich war ich nie der größte Naturfreund, schöne Landschaften waren für mich immer nur sekundär. Aber nach all dem was ich auf Jeju gesehen habe kann ich mich nun sehr gut für sowas begeistern.

Am nächste Tag haben wir uns die Stadt einmal genauer angeschaut. Sie unterschied sich jedoch nicht viel von anderen koreanischen Städten, also sind wir recht früh weiter zu dem 4. Hotel gefahren. Zwar nur ca. 20 Minuten entfernt, aber mit dem Bus schwierig zu erreichen.

Nicht weit von dem Hotel entfernt steht das „Jeju World-Cup Stadion“, welches 1999 extra für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002, welche in Korea und Japan stattfand, gebaut wurde. In diesem Stadion spielte die deutsche Nationalmannschaft übrigens am 15. Juni 2002 das Achtelfinale gegen Paraguay, welches sie mit 1:0 gewonnen hat. Heute dient das Stadion als Heimstadion der koreanischen Fußball Mannschaft „Jeju United“. 

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Am letzten richtigen Tag auf Jeju sind wir dann weiter in ein kleines Hotel an der Nordwest Küste gefahren. Es lag direkt an der Küste, mit Balkon und Whirlpool. 5 Minuten von dem Hotel entfernt gab es ein super Restaurant, welches italienische Pasta und Schnitzel angeboten hat. Dabei konnte ich auch das auf Jeju gebraute Bier probieren, welches von allen koreanischen Bieren, die ich bis jetzt getrunken habe, das beste ist! Aber koreanische Biere sind so oder so schwierig für mich zu beurteilen, da ich deutsches Bier gewohnt bin.

Die Rückfahrt ist wahrscheinlich genau so verlaufen, wie man sie sich vorstellt. Mit dem Bus zum Flughafen, mit dem Flieger nach Seoul und mit der U-Bahn nach Seocho.

Alles in allem hatte ich eine sehr schöne Zeit auf Jeju und ich würde wirklich gerne noch öfter dort hin! Ich kann Jeju auch jedem empfehlen, der vielleicht mal zufällig in Korea oder Japan gestrandet ist und etwas Anderes sehen will.

 

Hier noch ein paar weitere Fotos:

(Credit: Haneul Lee)

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