Isle of Dogs - Ataris Reise Kritik

Isle of Dogs - Ataris Reise Kritik

Wes Andersons Filme sind schon immer anders gewesen als der normale Hollywood Film. Wobei Hollywood hier auch nicht ganz zutrifft, da der Film zum Teil in Kooperation mit dem Studio Babelsberg produziert wurde. Knapp vier Jahre nach seinem letzten Spielfilm experimentiert der in Paris lebende Amerikaner wieder mit dem Animationsmedium. Bereits 2009 überzeugte er mit „Fantastic Mr. Fox“ und kombinierte seinen mittlerweile fast schon legendären Style mit Stop-Motion Animationen. 

Jetzt geht es mit „Isle of Dogs – Ataris Reise“ das Stop Motion animierte Japan, 20 Jahre in der Zukunft.

Nachdem eine Hundegrippe ausgebrochen ist verbannt der Hunde hassende Bürgermeister der Stadt alle Vierbeiner auf eine Müllinsel um dort zu verrotten. Dort lernen wir als erstes die Hunde Rex, Duke, Chief, Boss und King kennen, die unter anderen von weltbekannten Stars wie Edward Norton, Bryan Cranston oder Bill Murray vertont werden, wie sie über einen Sack Müll streiten. Die Dialoge sind dabei so lustig und passen wie die Faust aufs Auge. Als dann aber ein Flugzeug mit einem Kind auf ihrer Insel abstürzt ändert sich der langweilige Alltag der Hunde drastisch. Der Junge ist niemand geringeres als das Mündel des Bürgermeisters und ist auf der Suche nach seinem Bodyguard Hund Spots, welcher als erster Hund auf die Insel geschickt wurde. Zusammen mit den Hunden, welche ihm das Leben gerettet haben macht er sich nun auf die Suche seinen alten Freund wiederzufinden. Die Geschichte ist so liebevoll verpackt und mit sehr viel Herz erzählt. Dazu der Anderson Typische Style von Kameraführung, Zooms und Pans welche mir mehr als ein Mal, ein breites Lächeln auf mein Gesicht gebracht haben. 

Die Modelle und Animationen glänzen mit Details. Von Flöhen im Fell der Hunde bis zu kleinen Tieren im Hintergrund, das Bild ist fast immer perfekt. Auch die Stimmen von allen Charakteren, besonders Edward Norton und alle japanischen Darsteller tragen maßgeblich zur tollen Atmosphäre des Filmes bei. Der Soundtrack von Oscar Gewinner Alexandre Desplat (der übrigens für seine letzte Kollaboration mit Anderson den Oscar gewann) hält sich ruhig im Hintergrund, verleiht den spannenden Szenen jedoch genug Ausdruck. 

Ich überlege nun seit gut einer halben Stunde wie ich diesen Film bei Letterboxd bewerten soll, 4 Sterne? Oder doch 4,5?

Ich denke ich werde bei 4 von 5 Sternen bleiben, da ich als Wes Anderson Fan einfach keine unparteiische Meinung abgeben kann. Wer Grand Budapest Hotel oder Moonrise Kingdom gesehen und für gut befunden hat, macht mit Isle of Dogs nichts falsch und hat sehr, sehr unterhaltsame 90 Minuten! Wer damit aber nichts anfangen kann ist hier vielleicht Falsch. Es ist definitiv etwas ganz anderes als das was man heutzutage jeden Monat aufs Neue im Kino sieht. 

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