Jin Roh Kritik und InRang Vorschau

Jin Roh Kritik und InRang Vorschau

Das letzte Mal das ich einen Anime Film gesehen habe müsste bereits 15 Jahre in der Vergangenheit liegen. Bis auf One Piece und Dragonball hatte ich nie wirklich viel für das Anime Genre übrig. Jedoch erfuhr ich diese Woche das der neue Film von Kim Jee-Woon (I Saw The Devil, Bittersweet Life) ein Remake eines Anime Filmes aus dem Jahre 1999 sein wird und bereits im Juli in die koreanischen Kinos kommen wird. Grund genug um dem Anime Genre eine neue Chance zu geben und mir den japanischen Film „Jin-Roh: Die Wolfsbrigade“ anzusehen. 

Die Vorlage für den Film ist ein Manga, aus der gleichen Feder wie der Klassiker „Ghost in the Shell“ von Mamoru Oshii. Davon habe sogar ich schon gehört und hatte direkt hohe Erwartungen an den Film. Aber anders als in „Ghost in the Shell“ ist Jin-Roh nicht in der Zukunft angesetzt, sondern in einer alternativen Vergangenheit, in der die Nazis den 2. Weltkrieg gewonnen haben und nun auch Japan beherrschen. Das passt vielen Einheimischen natürlich gar nicht. Sie rebellieren und starten große gewaltsame Demonstrationen gegen die Regierung und die Polizei. Im Rahmen dieser Rebellion wurde die Kerberos Panzer Cops Eliteeinheit gegründet. Eine schwer bewaffnete und schwer gepanzerte Sondereinheit, die kurzen Prozess mit allen Rebellen machen soll. Wir verfolgen den Soldaten Kazuki Fuse, welcher nach einem fehlgeschlagenen Einsatz von Dienst suspendiert wird und wieder auf die Akademie zurückmuss. Er lernt eine junge Frau kennen, die, die Schwester einer der Terroristen bei seinem fehlgeschlagenen Auftrag ist. Sie schenkt ihm ein Buch des europäischen Märchens Rotkäppchen, welches sich den ganzen Film als Roter Faden durch die Geschichte zieht. Viele Leute beschreiben den Film auch als alternative Verfilmung des Märchens. Die Story des Filmes zieht immer mehr an und wird durch verschiedene Intrigen und Twists immer spannender. Da es sich hier um einen Thriller handelt, der sich gezielt an Erwachsene richtet möchte ich nicht viel mehr über das Geschehen erzählen und stattdessen dazu kommen, wieso dieser Film das Medium Anime wieder interessant für mich gemacht hat.

Fast jedes Bild wurde mit der Hand gezeichnet, was für sich schon eine riesen Leistung ist. Jedoch sind die Bilder so schön düster und traurig gemalt, dass man fast selber das Gefühl bekommt in einer von Nazis regierten Welt zu leben. Eine FSK Freigabe hat der Film für 16+ bekommen, was absolut nachvollziehbar ist. An Blut wird nicht gespart, was besonders mit dem Hintergedanken das der Mann, der mit I Saw The Devil, Brutalität in Kinofilmen auf ein neues Level gebracht hat, eine Realverfilmung dieser Geschichte auf die Leinwand bringen wird. Unterscheiden werden sich der Anime und der Realfilm jedoch im Setting. Wo der Anime in einem von Nazis besetztem Japan wiederfindet, geht es im Kims Film in das Korea in nicht allzu ferner Zukunft. Wo sich Nord und Süd-Korea auf die Wiedervereinigung einigen und das vielen Menschen wohl nicht gefällt, wird eine Sondereinheit eingesetzt, die optisch genauso aussieht wie die Vorlage aus den Mangas oder dem Anime. 

Wer sich für das kommende Werk von Kim Jee-Woon nicht Spoilern lassen will, sollte die Sichtung des Animes jedoch auf nächstes Jahr verschieben. Denn die Bilder aus dem ersten Trailer lassen vermuten, dass sich die Story an dem Anime von 1999 orientieren wird.

Der Realfilm „In Rang: The Wolf Brigade“ kommt in Korea Ende Juli in die Kinos, ein deutscher Kinostart ist noch nicht bekannt.

Wen das aber nicht interessiert und gerne mal wieder einen dunklen Zeichentrickfilm aus Japan gucken will, sollte Jin-Roh eine Chance geben. Manchmal ein bisschen zu langatmig aber alles in allem ein sehr unterhaltsamer Film! 4/5 Sternen meinerseits.

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