Hoher Besuch aus Deutschland und ein sehr glücklicher Zufall

Hoher Besuch aus Deutschland und ein sehr glücklicher Zufall

So lange saß ich in Korea lange nicht mehr in der Bahn. 1,5 Stunden nach Incheon zum Internationalen Flughafen. Jedoch nicht um meine Reise frühzeitig zu beenden, sondern um einen der Hauptinitiatoren meiner Reise abzuholen. Einer meiner besten Freund, Philipp, hat sich tatsächlich ein Flugticket nach Seoul gekauft um mich zu besuchen. Jemand hat sich 11 Stunden in ein Flugzeug gesetzt um zu sehen was hier los ist. Unglaublich!

Bevor ihr hier weiter lest solltet ihr aber auf jeden Fall seinen Blog lesen! 

Nachdem ich Philipp abgeholt habe sind wir direkt zu seinem Hostel gegangen, haben den Koffer abgeladen und uns die nähere Umgebung angeschaut. Ich musste um 19 Uhr noch für 1,5 Stunden arbeiten, wobei er mir auch eine große Hilfe war. Wir haben uns mit meinen Nachhilfeschülerinnen über Unterschiede und Vorurteile über Korea und Deutschland unterhalten. Das hat sowohl Philipp als auch den Schülerinnen geholfen besser zu verstehen worin sich Menschen aus Europa und Asien unterscheiden.

Im Anschluss gab es dann sehr leckeres Samgyeob-Sal, dünnes Schweinefleisch auf einem Tischgrill. Sehr beliebt hier in Korea. 

Nach einem kurzen Snack beim nächsten CU (Minisupermarkt) ging Philipps erster Tag in Korea zu Ende. Für mich ging es aber noch ein paar Stunden weiter. Die nächste deutsch Nachhilfe vorbereiten und an einem Drehbuch weiterarbeiten. 

Mein Mitbewohner Son-Ho hat mir außerdem noch sein Rezept für gebratenen Reis mit Kimchi (Kimchi Bokeumbap) gegeben, worüber sich Daniel wahrscheinlich sehr freuen wird. 

Für Philipps zweiten Tag haben Haneul und ich geplant den alten Palast des Königs zu besuchen, der war jedoch genau heute geschlossen, was vielleicht zu dem glücklichsten Zufall der letzten Monate geführt hat.

Als wir die Straße überqueren wollten um zu einem kleineren Palast zu laufen sah ich zwei stark tätowierte junge Männer die mir sehr bekannt vor kamen. Es waren zwei Musiker die meinen Musikgeschmack seit mehr als fünf Jahren sehr stark inspiriert haben. Die Band Modestep, bestehend aus Josh Friend und Patrick Lundy haben vor ein paar Tagen auf dem „Ultra Music Festival Korea“, einem der größten Festivals für elektronische Musik gespielt und sind bis ihrer Weiterreise nach China am Freitag in Seoul gestrandet. 

Ich habe Josh bereits 2015 auf einem Festival getroffen und habe mich mit ihm unterhalten. Also bin ich auf ihn zu gegangen und habe die beiden angesprochen. Nach kurzem Smalltalk hat Philipp für die beiden ein paar Fotos gemacht hat (Philipp ist ein sehr talentierter Fotograf, checkt mal seine Instagram und Facebook Seite!) und wir sind zusammen zu dem anderen Palast gelaufen. Auf dem Weg haben uns die beiden sogar Kaffee bei Starbucks ausgegeben. Absolut nicht selbstverständlich!

Die beiden waren unglaublich nett und total auf dem Boden geblieben, obwohl sie besonders in der Dubstep Szene sehr bekannt sind und auf der ganzen Welt für tausende Menschen Musik machen. Zusammen haben wir uns den Deoksugung Palast angesehen. Dort haben wohl früher die Kinder des Königs gelebt. Wir haben viel über Musik und Filme geredet. 

Für mich waren diese zwei Stunden wie ein Traum, ich realisiere erst jetzt das alles real war. Wer etwas für elektronische Musik übrig hat sollte sich unbedingt ihre Musik anhören!

Als die beiden wieder zurück zu ihrem Hotel gefahren sind haben wir uns noch ein paar alte Tempel angeschaut und sehr gutes Bulgogi gegessen.

In Buchon sind wir noch eine Stunde durch die Straßen gelaufen und haben uns die alten Häuser angesehen, welche nach traditionell asiatischer Architektur errichtet wurde. In diesen Häusern selber wohnen immer noch Menschen, welche anscheinend stark unter den vielen Touristen leiden. An jeder Haustüre waren Schilder angebracht, dass wir bitte leise sein sollen. Eine Nachricht die anscheinend nicht jeder Tourist wahrgenommen hat.

Abends sind wir dann endlich eine kleine Karaoke Bar gegangen, diese war anders als die normalen Karaoke Räume in Korea. Man bezahlt hier nicht pro Stunde, sondern pro Lied. In einer normalen Karaoke Bar bezahlt man pro Stunde gerne mal 10 Tausend Won (8-9 Euro), wir haben für ca. 15 Lieder 5 Tausend bezahlt und haben dort bestimmt 90 Minuten verbracht. Von David Bowie bis Pitbull und den Backstreet Boys haben Philipp und ich eine Menge Lieder gesungen, auch mit meiner Freundin habe ich ein paar koreanische Lieder gesungen!

Nachdem wir wieder in Seocho waren und eine kurze Pause in Philipps Zimmer gemacht haben ging es noch für 2 Stunden in ein Internet Café. Dort haben wir ein paar Runden Overwatch mit Lukas aus Deutschland gespielt. Für 2 Stunden haben wir ca. 1,80€ bezahlt. Da die letzte Mahlzeit doch ein paar Stunden zurück lag haben wir und noch Burger und Nudeln im GS25 gekauft, gegessen und uns unterhalten. 

Alles in allem also ein sehr toller Tag, von dem sowohl Philipp als auch Haneul und ich sehr begeistert waren/sind. 

Morgen gehen wir nach Gangnam und für die nächsten Tage haben wir einiges an Touristen kram geplant. Da ich mich nie wirklich als Tourist gesehen habe, habe ich so gut wie alle Touristen Orte noch nicht gesehen. Es ist also für uns beide etwas Neues. 

Auch auf unserer Liste steht ein Ort an dem man Musik machen kann. Es gibt hier einige Studios wo man für wenig Geld Schlagzeug, Klavier, etc. spielen kann. 

Philipp fliegt nächste Woche Mittwoch wieder nach Deutschland, also haben wir mehr als genug Zeit noch so viel wie möglich zu sehen.

Für gute Fotos solltet ihr auf jeden Fall seinen Blog und seine Instagram Seite besuchen!

 

Da ich das Fotos machen für die Tage Philipp überlassen habe, werde ich die Fotos nachreichen sobald ich sie bekommen habe. Alternativ könnt ihr sie hier finden (inklusive Modestep Fotos).

Fußball und die letzten Tage mit Philipp

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Urlaub auf Jeju

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