Working Holiday Visum

Working Holiday Visum

Das Working Holiday Visum erlaubt es jungen Menschen für maximal 12 Monate in Korea zu leben und geringfügige Tätigkeiten auszuüben. Genau das richtige für mich, weshalb ich meins heute beantragt habe. Da es im Internet mehrere Informationen gibt, die nicht 100% korrekt sind dachte ich mir, ich schreibe mal einen kleinen Artikel wie genau man an das Visum kommt, was man damit machen kann und was nicht.

(Wer hier nur ist, weil er wissen will was er alles für den Antrag braucht kann runterscrollen, dort ist eine Liste mit allen Dokumenten die ihr braucht ohne meine langweilige Geschichte)

Wie schon am Anfang erwähnt erlaubt dieses Visum, dem Antragstellenden, sich bis zu einem Jahr in Korea aufzuhalten und zu arbeiten. „Zu arbeiten“ ist hier allerdings nicht gleich arbeiten. Als erstes erlaubt dieses Visum nur die Tätigkeit in bestimmten Berufen. Man darf zum Beispiel keine hochqualifizierten Jobs ausüben, wie Anwalt, Arzt oder Lehrer. Das Visum richtet sich eher an Nebenjobs wie zum Beispiel Kellner oder Übersetzer. Außerdem ist klar angegeben wie viele Stunden man in diesem Jahr arbeiten darf. 1300 Stunden (25 Stunden pro Woche) dürfen pro Jahr auf keinen Fall überschritten werden! Das liegt daran, dass sich das Visum primär an Touristen wendet, die lediglich ihre Reisekasse aufbessern wollen.

Da der Mindestlohn in Korea 6470KRW (ca. 5€) pro Stunde beträgt würde man so in einem Jahr maximal auf 500€ im Monat kommen, was mit Glück gerade mal die Hälfte der monatlichen Lebenskosten in Korea sind (in Seoul wahrscheinlich noch nicht mal die hälfte). Deshalb ist eine weitere Voraussetzung an den Antragstellenden die Finanzielle Sicherheit, sich zumindest für die ersten Drei Monate selbst finanzieren zu können. Des Weiteren muss der Antragstellende über eine Kranken- und Haftpflichtversicherung verfügen, die in Korea gültig ist und 40 Millionen KRW abdeckt. Das sind ca. 30000€. In der offiziellen Broschüre zum Working Holiday Visum des „Minestry of Foreign Affairs“ steht noch etwas davon, dass der Antragstellende seinen höchsten Bildungsabschluss nachweisen muss. Das wurde in meinem Fall aber nicht verlangt. 

Mein Fall war recht simpel, ich bin nach Bonn zur Außenstelle der koreanischen Botschaft gefahren und habe alle Dokumente abgegeben. Die Angestellte sagte mir, dass alles klar wäre und sie mein Visum bereits Ende dieser Woche zu meiner Adresse schicken. Alle Infos die ich mir im Vorfeld im Internet herausgesucht haben waren deutlich Komplizierter!

Ich habe also das Antragsformular heruntergeladen, ausgedruckt und ausgefüllt, meine Flugbuchungsbestätigung und Versicherungsnachweis gedruckt, meinen Reisepass und Passfotos eingepackt und einen Reiseplan geschrieben. Wie genau dieser Reiseplan aussehen sollte wurde mir dann von der Mitarbeiterin der Botschaft am Telefon erklärt: „Einfach ein Blatt Papier nehmen und drauf schreiben was du alles machen und sehen willst“. Gesagt getan und 3 Stunden später war ich in Bonn. Alles abgegeben, die Antragsgebühr von 75,60€ und eine Gebühr dafür das ich meine Visa per Post bekomme von 4€ bezahlt und wieder nach Hause. Total unkompliziert! Die Mitarbeiterin der Botschaft hat mir allerdings auch jede Frage sehr nett beantwortet und war sehr hilfsbereit. 

Zusammenfassend jetzt also alles was man benötigt um das Working Holiday Visum zu erhalten:

  • Ausgefülltes Antragsformular (Kann auch in der Botschaft mit Hilfe der Mitarbeiter ausgefüllt werden)
  • Gültiger Reisepas
  • Gültige Auslandsversicherung (ca. 30 Tausend Euro)
  • Hin- und Rückflugticket (Buchungsbestätigung)
  • Ausreichend Geld um sich die ersten Monate selbst zu versorgen (ca. 2-3 Tausend Euro, Kontoauszug reicht)
  • Passfoto
  • Antragsgebühr von 75,60€ (wenn man das Visum nicht selber abholen möchte plus 4€ für den Versand)
  • Reiseplan

Ich würde es jedem Empfehlen die Dokumente persönlich an der Botschaft abzugeben. Man kann es auch per Post einsenden, aber dort wird einem sofort geholfen und man spart sich Zeit falls etwas fehlt.

Mehr Infos zum Working Holiday Visum findet ihr hier.

UPDATE: Ich habe meinen Antrag an einem Dienstag eingereicht und bereits am Freitag war mein Pass plus das Visum fertig bearbeitet bei mir! Die Bearbeitungszeit ist also Signifikant geringer als bei allen deutschen Behörden mit denen ich jemals arbeiten "durfte".

 

T-24 Stunden

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